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Mein Leben, (immer weniger) Piraten und Essen....


Vier Leute, vier Gänge, zwei Stunden und Zeit für die Gäste. (Teil 1 - die Theorie)

Veröffentlicht von Emmanuelle auf 9. Juli 2016, 09:47am

Kategorien: #Essen und Trinken, #Planung, #Kochen fuer Freunde

Vier Leute, vier Gänge, zwei Stunden und Zeit für die Gäste. (Teil 1 - die Theorie)

Ja, das geht, allerdings bedarf es etwas Planung.

Es gibt Gerichte, die man dabei einfach vergessen sollte. Dazu gehört alles, was am letzten Augenblick gemacht werden muss. Das umfasst von kurz-gebratenem zu Nudeln alles, was vermeintlich unkompliziert ist, aber nur dann schmeckt, wenn man es macht, während die Gäste sich am Tisch langweilen. Man hat die ja meistens eingeladen, um Zeit mit ihnen zu verbringen, und nicht um sie mit der Raufasertapete zu beeindrucken.

Aufläufe sind für so was super. Nennt sie Gratin und es klingt viel Vornehmer. In Einzelportionen gebacken und während der Vorspeise überbacken sind sie perfekt. (Ich empfehle mein 'geheimes Familienrezept' weil es den Backofen nicht besetzt wenn gerade das Roastbeef drin ist. Die beiden sind ein Dreamteam).

'Wichtig' sind immer der Gruß aus der Küche und das Dessert, weil es das ist, was eure Gäste am ehesten in Erinnerung behalten werden und euch damit als super-Gastgeber.

Wenn ihr vorher wisst, dass ihr zwischen zwei Gängen mehr Zeit braucht, als nur die Teller zu wechseln, zum Beispiel weil ihr die Mise en Place auf dem Teller besonder schön machen wollt, dann ist ein 'Zwischengang' eine tolle Idee. z.B. eine Kugel Zitronensorbet mit (alkoholfreiem) Sekt.

Dafür das (gekaufte) Sorbet vorab schon in Kugeln in Gläser setzen und das ganze im Tiefkühlfach aufbewahren. Zum servieren nur noch mit dem Sekt und ggf. ein paar Beeren oder Pfefferminzblättern auffüllen und den Gästen für die Überbrückungszeit servieren. Ich nehme am liebsten Alkoholfreien Sekt, weil es mit dem Sorbet geschmacklich keinen Unterschied macht, und ich mir vorher keine Gedanken machen muss, wer fährt oder wer aus anderen Gründen gerade nicht trinkt. Ja, der "Trick" wird gerne in Restaurants angewendet, damit niemand das Gefühl hat zwischen zwei Gängen hätte er die Zeit noch Prima nutzen können um die Steuererklärung zu machen.

Als alles in allem: Vorbereiten was geht, und nichts im letzten Augenblick machen.

Wie das gehen soll, wenn man nur zwei Stunden Zeit hat? In dem man vorher die Reihenfolge plant. Wenn euer Dessert 3 Stunden im Kühlschrank braucht, dann auf jeden Fall als erstes machen.

Wenn ihr etwas macht, was auch am Vortag vorbereitet werden kann, dann macht es. (und wenn es nur Tischdecken ist, das entzerrt das alles ungemein)

Wenn ihr für die Vorspeise Karotten, für die Hauptspeise Kartoffeln und für das Dessert Äpfel schälen müsst, macht es alles in einem Aufwasch und nicht erst, wenn der Gang dran ist.

Wenn in der Vorspeise und in der Nachspeise geschlagene Sahne drin ist, schlagt die gesamte Menge auf einmal usw.

Dadurch habt ihr weniger Arbeitsschritte.

Plant nicht jeden Gang, sondern das ganze Menü. Wenn Ihr einen Kuchen als Dessert backt, und der Backofen belegt ist, sollten die anderen Gänge ohne den Backofen auskommen, weil ihr wahrscheinlich nur einen habt.

Das gilt auch, wenn ihr einen Thermomix oder so was benutzt. Ihr habt wahrscheinlich nur einen, die anderen Gänge sollten ohne auskommen.

Erkundigt euch vorher über die Abneigungen/Allergien/Essgewohnheiten eurer Gäste. Wenn in jedem Gang ein Tier ist und ihr Veganer zu Gast habt, werden weder die noch ihr glücklich.

Ich werde in den nächsten Tagen die Rezepte dazu Posten, die ich noch nicht veröffentlicht habe und nächsten Samstag dann den Gesamtablauf.

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