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Warum Petra nicht Peter ist: Das Petra-Prinzip

Veröffentlicht von dans-la-vie-d-emmanuelle auf 16. November 2011, 09:10am

Kategorien: #Persönliches

Oder warum das Peter-Prinzip weiterhin Gültigkeit besitzt, aber bei den Frauen noch nicht angekommen ist.

Das Peter-Prinzip kennen wir alle, auch die, die das Buch von Raymond Hull nicht gelesen haben. Zusammengefasst lautet es so: "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen." (und wurde von Lessing auch schon beschrieben, aber das ist so lange her, dass es nur noch die wenigsten wissen).

Zu beweisen gilt es hier, dass es sich hier um ein männliches Prinzip handelt, und Frauen sich in der Hierarchie anders bewegen. Wobei wir nicht aus den Augen verlieren, dass es zu jeder Regel auch Ausnahmen gibt. Diese werden wir hier allerdings wissentlich und mit voller Absicht außen vor lassen.

Der erste große Unterschied ist in erster Linie dem (noch immer) herrschenden Machismus geschuldet: Frauen bekommen seltener die Chance, ein Level zu erreichen, an dem sie unfähig werden. Frauen müssen im Normalfall besser sein, als Männer, um die gleiche Hierarchiestufe zu erreichen, das bewahrt sie davor, es nicht zu schaffen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine unfähigen weiblichen Vorgesetzten gibt, allerdings sind sie seltener. Nicht prozentual, aber absolut.
Darüber hinaus führt die antrainierte Anpassungsfähigkeit der Frauen dazu, dass sie in einer Situation, für die sie formal ggf. nicht die Qualifikation haben, meistens noch ziemlich gut zurecht kommen. Wenn man sie lässt. Damit meine ich nicht, daß sie es dann aus heiterem Himmel heraus 'können', aber daß sie in vielen Fällen mit dem nicht-Können besser klar kommen.

Ein weiterer Punkt ist die relative Unfreiheit der Frau an sich. Wer damit beschäftigt ist, hübsch auszusehen, und sich die Wimpern zu tuschen, hat wenig Chancen, irgendwohin zu kommen, wo irgendwer bemerken könnte, dass sie es nicht drauf hat. Dieses Verhaltensmuster wird früh angelernt. In der Schule sind die beliebten Mädchen nicht sie, die die eine Sinuskurve berechnen können und Kant verstanden haben, sondern die mit den langen Beinen, die auch im Winter im Minirock vor der Schule stehen, um zu rauchen, weil frieren irgendwie sexy ist. Diese Frauen werden höchstwahrscheinlich nicht in die Verlegenheit kommen, Ihre eigenen Kompetenzgrenzen zu erreichen. (oder doch, aber da, wo es nicht stört)

Und zuletzt der mangelnde Ehrgeiz bei vielen Frauen. Auch das ist an-trainiert. Es ist nicht so, dass Frauen von Natur aus genügsamer sind. Es wird ihnen von ihrem Umfeld eingeredet, dass (Arbeits-) Umfeld wichtiger ist, als Geld und Macht. Und irgendwann glauben sie dran. Dann ordnen sie ihr Wissen und ihre Qualifikation einem Kerl unter und helfen ihm dabei, Karriere zu machen. Als Ehefrau, als Sekretärin, als Mitarbeiterin, oder als Mutter seiner Kinder.

Wem nutzt also das Peter-Prinzip? denen, die der Ehrgeiz haben, es zu nutzen....
DieserBlogpost ist erarbeitet worden mit Untersützung von  PIRAT20 (von http://pirat20.de)
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