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Mein Leben, (immer weniger) Piraten und Essen....


Was Bestandsdatenabfrage mit Einbruch zu tun hat.

Veröffentlicht von dans-la-vie-d-emmanuelle auf 22. März 2013, 16:45pm

Kategorien: #Piratiges

Vor vielen Jahren wurde bei mir eingebrochen.

 

Es wurden Dinge gestohlen, an denen ich hing, und Dinge, wie wertvoll waren.

Aber es waren nur Dinge. Und man soll sein Herz nicht an Dinge binden.

 

Was für mich erheblich schlimmer war, war, dass die Einbrecher alles durchsucht haben und das Tagebuch, dass ich als Teenager geschrieben habe offen auf einem Bett liegen ließen.

Hatten sie es gelesen?

 

Waren die Irrungen und Wirrungen eines Teenagers anderen Menschen zur Erkenntnis gekommen?

Ich weiß es nicht, aber damit bin ich sehr schlecht zu Recht gekommen.

Es war ein Eindringen in meine Privatsphäre, in mich.

 

Ich fühlte mich hilflos und alleine gelassen.

 

Was sagt man dem Gendarme, der die Spuren aufnehmen will?

'Was interessieren mich die Antiken Teppiche? die Schweine haben mein Tagebuch gelesen?'

 

Eher nicht.

 

Und doch. Das war das eigentliche Problem: Sie hatten vielleicht in meinen Kopf geschaut. Der war damals noch auf Papier festgehalten, und nicht in meinem Computer.

 

So intim wollte ich mit mir unbekannten Einbrechern einfach nicht werden.

 

Und genau so ist es doch mit der Bestandsdatenabfrage.

 

Weil ich bei Rot über die Ampel gelaufen bin, bekommen Menschen das Recht, in meinen Kopf zu schauen.

Sie bekommen zugriff zu dem, was ich denke, vielleicht zu lang verborgenen Gefühlen, oder meiner Zweitkarriere als Aktmodell.

 

Und dabei ist irrelevant, ob sie diese Möglichkeit nutzen. Ausschlaggebend ist der Psychologische Effekt des durchschaut sein. Und das ist extrem verstörend.

 

Deswegen ist für mich die Bestandsdatenabfrage nichts anderes als der Einbruch.

 

Ja, mein Computer ist meine Wohnung und mein Tagebuch in einem.

 

Wenn es einen Grund gibt, dort hinein zu müssen, dann bitte mit richterlichem Beschluss, und nicht der Willkür eines Polizisten wegen.

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